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Wie kann man Rotbuche und Hainbuche unterscheiden?

07.02.2020 08:00

Auch im Februar sieht man noch viele Bäume, an denen das offensichtlich abgestorbene Laub aus dem Herbst hängt. Unter anderem die Buchen gehören zu diesen Gehölzen und werden deshalb auch gerne als Hecke verwendet. So bilden sie auch im Winter einen Sichtschutz. An unserem Fakten-Freitag erklären wir wie man die häufig verwendete Rotbuche und Hainbuche unterscheiden kann.

Eignet sich der Laubfall zur Unterscheidung?

Die meisten Laubbäume sind sommergrün und verlieren ihre Blätter im Herbst. So manchmal auch die Weiß- oder Hainbuche (bot: Carpinus betulus). Auch die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist ein sommergrünes Laubgehölz, jedoch zeigt sich im Winter im Regelfall ein anderes Bild. Die braunen Blätter bleiben über die Wintermonate an den Rotbuchen hängen und fallen erst im Frühjahr beim Neuaustrieb ab. Im Herbst bauen die Gehölze das Chlorophyll und weitere Stoffe aus den Blättern ab, was auch die Ursache für die schöne Herbstfärbung ist. Dabei werden zum Ende des Prozesses die Leitungsbahnen verstopft, somit ein Weitertransport von Wasser, Mineralien und anderen pflanzlichen Stoffen gestoppt. Das Blatt stirbt ab. Die verstopften Leitungsbahnen halten das Blatt aber wie kleine Rohre am Zweig fest. Andere Gehölze hingegen verstopfen ihre Leitungsbahnen nicht, sondern bilden eine Trennschicht. Diese Trennschicht führt zu einem Laubfall im Herbst.

Auch wenn das Laub der Rotbuche häufiger als das der Hainbuche über den Winter am Zweig bleibt: Der Laubzustand im Winter ist kein wirklich zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal, sondern maximal ein erster Hinweis. Dennoch können Rotbuche und Hainbuche am Laub unterschieden werden. Dafür muss man sich einfach den Blattrand der Gehölze etwas genauer anschauen. Der Blattrand der Rotbuche ist ganzrandig (Bild oben) und sieht aus als hätte jemand mit einer Schere diesen sauber abgeschnitten. Die Hainbuche hat hingegen einen "gesägten" Blattrand: die Blattränder sehen aus wie kleine Sägezähne.

Wie man Hain- und Rotbuche anhand der Knospen unterscheiden kann

Auch die Knospen der beiden Gehölze liefern einen sicheren Hinweis, wie man zwischen Rotbuche und Hainbuche unterscheiden kann. Schaut man genauer hin, erkennt man bei der Rotbuche eher längliche Knospen, die vorne spitz zulaufen. Die Knospe ist also wirklich spitz, wie das Foto oben deutlich zeigt. Die Hainbuche hat etwas gedrungene Knospen, die keine Spitze besitzen. Sie sind vorne eher abgerundet. Noch ein Hinweis: Die Rotbuche gehört zur Pflanzenfamilie der Buchengewächse (bot. Fagáceae), die Hainbuche trotz ihres Namens zu den Birkengewächsen (Betuláceae).

Der Name Rotbuche hat übrigens nichts mit der Blattfarbe zu tun - rote Blätter besitzen im Reich der Buchen nur die Blutbuchen. Was es damit genau auf sich hat erfahrt ihr in einer weiteren Ausgabe des Faktenfreitags bei Lucky Plant.


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